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Zwei Milliarden Downloads aus dem App Store

Ich erinnere mich noch daran, als ich mich 1984 mit Kommunikations‑ und Software-Experte Dr. Fenker in Heidelberg über die Zukunft der Computerwelt unterhielt. Damals hatten die ersten PCs Einzug in die Wohnzimmer gehalten und lösten langsam die Micro-Computer vom Schlage eines C64 oder Apple IIe ab.
Fenker und ich äußerten seinerzeit die These, daß in Zukunft mehr Geld mit Software, als durch den Verkauf von Hardware verdient werden würde und wir ernteten eigtnlich nur ungläubiges Kopfschütteln. Zu sehr war man daran gewöhnt, daß die Hardware unerschwinglich teuer und Software in gewissen Umfang systembedingt eingebaut oder im Lieferumfang enthalten zu sein hatte.
Tatsächlich ist es dann doch so gekommen, wie ich prognostizierte. Computer verfielen mehr und mehr im Preis und die Anschaffung selbst sehr guter Hardware erfordert heute kaum noch einen Tausender. Einen halbwegs brauchbaren Rechner, wenn auch nur aus der Windows-Klasse, bekommt man sogar schon für unter 300 Euro. Angesichts von 4.000 bis 7.000 DM für einen simplen XT-Clone Mitte der 80er, ist das verschwindend wenig.

Damals kaufte man sich allenfalls noch eine Büroanwendung dazu und investierte dafür nur einen Bruchteil dessen, was man für die Hardware ausgegeben hatte.
Heute sieht das anders aus. Manches Gerät kommt zum Schleuderpreis daher und die Leute geben dann ein kleines Vermögen für die Software aus.

Apple hat die Zeichen der Zeit erkannt und konsequent für seine Produkte iPhone und iPod-touch auf Software Applikationen gesetzt, die über den App Store online vertrieben werden. Zwar kann man bei den Apple-Geräten nun wirklich nicht von einem Schleuderpreis sprechen, jedoch geht die Rechnung der Kalifornier auf: Jeder iPhone-Nutzer lädt sich früher oder später ein paar von den kostenpflichtigen „Apps“ auf sein Gerät herunter.

„Apple hat heute bekannt gegeben, dass mehr als zwei Milliarden Programme aus dem revolutionären App Store, dem weltweit größten Store für Anwendungen heruntergeladen worden sind. Aktuell sind über 85.000 Anwendungen für mehr als 50 Millionen iPhone‑ und iPod touch-Nutzer verfügbar; für das iPhone Developer Programm haben sich mittlerweile über 125.000 Entwickler registriert.

„Die Wachstumsrate an Downloads im App Store beschleunigt sich weiterhin. In knapp über einem Jahr haben Anwender die wirklich atemberaubende Zahl von mehr als zwei Milliarden Programmen heruntergeladen; allein im letzten Quartal waren es über 500 Millionen Anwendungen,“ sagt Steve Jobs, CEO von Apple. „Der App Store hat den Umgang mit einem mobilen Handheld-Gerät neu definiert und es zeigt sich klar, dass unsere Anwender dies sehr mögen.“

Aktuell können iPhone‑ und iPod touch-Anwender in 77 Ländern aus einer enormen Vielfalt an Apps aus 20 verschiedenen Kategorien wählen, darunter Spiele, Wirtschaft, Nachrichten, Sport, Gesundheit und Fitness, Referenz oder Reisen. Mit dem kürzlich vorgestellten iTunes 9 ist es jetzt noch einfacher Apps direkt in iTunes zu verwalten und zu synchronisieren – diese erscheinen dann automatisch im gleichen Layout auf dem iPhone und iPod touch.

Apple hat die Revolution des Personal Computing in den 70er Jahren mit dem Apple Ⅱ begründet und in den 80er Jahren mit dem Macintosh neu definiert. Heutzutage gilt Apple als das innovativste Unternehmen innerhalb der Industrie – im Desktop‑ und Notebook-Bereich, durch das Mac OS Ⅹ Betriebssystem sowie Consumeranwendungen wie iLife und diversen professionellen Softwareapplikationen. Darüberhinaus führt Apple die digitale Musikrevolution mit den portablen Musik‑ und Video-Playern iPod und dem iTunes Online Store an und ist mit dem revolutionären iPhone in den Mobilfunkmarkt eingetreten.“

Pressemeldung von Apple

© Apple Inc. Apple, das Apple Logo, Mac, Mac OS, Macintosh, iPhone, iPod touch und iTunes sind Warenzeichen von Apple. Alle anderen Firmen‑ und Produktnamen können Warenzeichen der jeweiligen Firmen sein mit denen sie in Verbindung gebracht werden.


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3 Kommentare
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  1. Stefan sagt:

    Seit wann ist denn Apple so hinter „Masse“ her?
    Überall liest man nur diese absurde Zahl: 2 Milliarden.
    Super, aber wenn man faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD78...
    so liest, ernüchtert das Ganze doch schnell.
    Gibt es denn Infos wieviel Umsatz insgesamt mit den Apps gemacht werden?
    Und wenn ich recht überlege, auch ich habe bisher nur kostenlose Apps runtergeladen (ein Glück, da war nämlich wenig brauchbares dabei).
    Insgesamt ernüchtert diese „App“-erei doch nach ein wenig Zeit.
    Da muss ich Google aus vollem Herzen Recht geben, wenn gesagt wird: „The web has won“ (blogs.ft.com/techblog/2009R...) … und nicht die „Apps“.

  2. Gerwin sagt:

    @Stefan: Der FAZ-Artikel beschreibt ja eigentlich Erfolgsgeschichten und stellt das Ganze dann unter die beiden Negativbeispiele. Wenn ich mir beispielsweise Dapple anschaue, dann hat das Spiel nur 3,5 von 5 möglichen Empfehlungssternchen und das zeigt dem Kunden eher an, dass das Spiel mies ist.

    In einer Goldgräberstimmung, wie sie anfangs im App Store herrschte, werden eben nur einige Gold finden und die anderen eine taube Mine haben.

    Ich habe auf meinem iPhone einige ganz nette Apps geladen, etwa 12 Stück, die mir sehr gute Dienste leisten und die ich gerne nutze. Ich kenne aber auch Leute, die schon 40 bis 60 Stück geladen haben und zwar nicht nur kostenlose.

    Es ist viel Mist dabei, aber auch viel Schönes, man muss eben ein bisschen suchen.

  3. Nicol sagt:

    @Stefan:

    „Seit wann ist denn Apple so hinter „Masse“ her?
    Überall liest man nur diese absurde Zahl: 2 Milliarden.
    Super, aber wenn man faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD78...
    so liest, ernüchtert das Ganze doch schnell.
    Gibt es denn Infos wieviel Umsatz insgesamt mit den Apps gemacht werden?
    Und wenn ich recht überlege, auch ich habe bisher nur kostenlose Apps runtergeladen (ein Glück, da war nämlich wenig brauchbares dabei).
    Insgesamt ernüchtert diese „App“-erei doch nach ein wenig Zeit.
    Da muss ich Google aus vollem Herzen Recht geben, wenn gesagt wird: „The web has won“ (blogs.ft.com/techblog/2009R...) … und nicht die „Apps“.“

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