Im Kampf gegen den Content-Klau
Ulf Theis, Webdesigner aus Tholey (das klingt nicht nur komisch sondern liegt auch noch im Saarland) hatte vor einiger Zeit mit einem besonders dreisten Fall von Contentklau zu tun. Webmaster hatten seine komplette Seite einfach kopiert und für ihre Zwecke angepasst und übernommen.
In seinem Weblog berichtet er ausführlich darüber, zeigt Beispiele und Screenshots.
Unter der Domain ripperhunting.de will er demnächst mehr solche Fälle aufgreifen und auch anderen die Möglichkeit bieten, sich gegen den Contentklau zu wehren.
Leider ist ripperhunting.de noch nicht online, aber ich werde das Projekt mal im Auge behalten. Das könnte ein agnz vielversprechende Ansatz im Kampf gegen Urheberrechtsverletzer sein.







Ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich meine Comicfigur Louis auf einer fremden, mit Werbung zugeklatschten Seite sehe. Geklaute Texte lassen sich mittels Google sehr schnell finden. Bei Bildern ist das schwieriger…
Da hast Du Recht. Sicher, es gibt Verfahren, in die Bilder eine digitale Signatur einzubetten und Dienste, die danach dann suchen können. Aber das ist kompliziert und teuer, denke ich.
Ich mache jetzt noch, nach Monaten wegen Textcontentklau herum. Derzeit sieht es ganz gut aus. Der Contentdieb windet sich und fährt alle möglichen Geschütze auf, bis hin zu der Behauptung, ich sei ja gar nicht der Urheber, weil der Text so oft geklaut worden sei…
BTW: Kannst Du nicht nach 23 Uhr mit dem Nickname Broccoli kommen? Auf den hätte ich jetzt nämlich gerade keinen Appetit!
Interessant, aber etwas zweischneidig. Klar, so platter Klau ist übel. Aber manchmal sind gewisse Problemlösungen einfach so selbstverständlich, daß da jeder halbwegs Intelligente drauf kommt. Da gilt es, sorgfältig abzuwägen. Sonst kommt es noch so weit, wie es mal in einer Scherzmail kolportiert wurde: Darin kündigte Microsoft an, ein Patent einzureichen auf die Ziffern 0 und 1, da ja bekanntermaßen Windows schon immer aus Nullen und Einsen aufgebaut sei. Ich verstehe, daß Contentklau ärgerlich ist, aber bei den Mißbrauchsmöglichkeiten eines bis ins Extrem ausgedehnten Schutzes kann man das Gruseln lernen.
@Siegfried: Es geht ja nicht darum, allfällige Problemlösungen nicht weitergeben zu wollen. Vielmehr ist es so, daß im vorliegenden Fall ein Kreativer sehr viel Arbeit auf die Gestaltung seiner Seite verwendet hat und jemand anders diese komplette Gestaltung einfach abkopiert hat. Dadurch hat er sich einige tausend Euro gespart und gibt als Webdesigner auch noch mit einer Seitengestaltung an, die ihm gar nicht zusteht.
Content-Klau ist für alle Kreativen von sehr großem Übel, es bringt die Texter, Fotografen und Gestalter um die Früchte ihrer Arbeit.