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Vorsicht Falle

Ebay: Der Ärger geht weiter

Feb 20th, 2010 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Ein iPhone wollte ich versteigern, und habe es inzwischen auch getan, doch hat der Gewinner der ersten Auktion einfach nicht bezahlt. Sowas gibt es ja immer wieder mal bei Ebay, man nennt diese Bieter „Spaßbieter“. Sie bieten sinnlos auf irgendwelche Artikel, wohl wissend, daß sie sich den Artikel gar nicht leisten können oder ihn schlimmstenfalls gar nicht gebrauchen können.
Ebay rühmt sich, streng gegen Spaßbieter vorzugehen und entsprechende Mechanismen eingebaut zu haben, die dem Verkäufer eine entsprechende Sicherheit geben.
Nach meinen anfänglich guten Erfahrungen mit Ebay in den letzten Monaten muß ich aber nun sagen, daß ich unterm Strich doch eher enttäuscht bin.
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Meine Konsole ist mir wichtiger als alles andere

Jan 27th, 2010 | By Dreibein Peter | Category: Vorsicht Falle

Ich schrieb ja neulich erst über einen Ebay-Käufer, der nun einen bei von mir ersteigerten Artikel nicht bezahlen möchte.

Zunächst ging das ganz klassisch los: Er klickt bei Ebay an, daß er den Kaufbetrag überweisen will, dann kommt keine Kohle. Man wartet dann, mahnt, schreibt noch eine Mail, aber man bekommt keine Antwort.
Dann meldet man das Ganze an Ebay, schon um seine Auktionsgebühren erstattet zu bekommen, und die machen dem zahlungsunwilligen Kunden dann Druck. Das tut Ebay tatsächlich und schon einen Tag später bekomme ich auch eine Reaktion vom Käufer: „Sorry, ich hatte viel um die Ohren, werde das Geld jetzt in den nächsten Tagen überweisen.“
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Girokonto für Jedermann

Jan 21st, 2010 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Sind wir doch mal ehrlich: Ohne ein Girokonto geht heute gar nichts mehr. Es ist nahezu unmöglich wichtige Verträge abzuschließen, ohne daß man ein Konto vorzuweisen hat. Der Vermieter besteht auf einer monatlichen Abbuchung, der Arbeitgeber zahlt nur bargeldlos und auch alle möglichen sonstigen Stellen setzen das Vorhandensein einer Kontoverbindung beinahe zwingend voraus. Dennoch bleibt vielen Deutschen ein eigenes Konto einfach verwehrt, weil die Banken und Kassen sich weigern, ihnen ein Konto einzurichten oder fortzuführen. Viele Hartz-IV-Empfänger haben es schon am eigenen Leib erlebt, daß ihre Bank ihnen ein Konto verweigert. Auch wer eine Eidesstattliche Versicherung (früher Offenbarungseid) ablegen mußte oder von einer Kontenpfändung betroffen war, wird häufig Schwierigkeiten haben, sein Konto fortzuführen oder ein neues einzurichten. (weiterlesen…)



Falsche Weihnachtskarten von „ICQ“

Dez 14th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Das bevorstehende Weihnachtsfest ruft die Betrüger, Gauner und Störenfriede vermehrt auf den Plan. Sie setzen darauf, daß die Menschen im vorweihnachtlichen Stress nicht so genau hinschauen und so manches verlockende Angebot entpuppt sich bei näherer Betrachtung als absolute Mogelpackung.
Derzeit erhalten viele, angeblich von ICQ stammende, Greeting-Cards. Jemand möchte einem einen Weihnachtsgruß schicken und natürlich sind ganz viele auch neugierig, was sich dahinter verbirgt und wer einem da schreibt.
Doch Vorsicht ist geboten:
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Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Dez 7th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

T-Mobile: Abzocke unterm Weihnachtsbaum

Da flattert den T-Mobile-Kunden in diesen Tagen das Kundenmagazin „t-mobile_life“ ins Haus und informiert über allerlei Neues aus dem Bereich der mobilen Telefonie, der Gadgets und der Endgeräte. Eigentlich eine nette Idee, so kurz vor dem Fest und im Grunde ja auch nichts Verwerfliches, nur wer wirbt, der kann auch am Markt bestehen. Doch dieses Mal ist T-Mobile dann doch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Klingelton-Abzockerei, das ist das womit ich normalerweise eher andere Anbieter, vor allem die, die im Fernsehen soviel Werbung machen, in Verbindung bringe. Doch dieses Mal, versucht es auch T-Mobile.
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Schweinegrippe: Die Abzocke zur Seuche

Nov 6th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Soll ich mich impfen lassen oder soll ich es lieber bleiben lassen, diese Frage stellen sich derzeit viele Deutsche und nach anfänglicher Zurückhaltung werden jetzt manche Arztpraxen regelrecht gestürmt. Es steht zu befürchten, daß die Deutschen auch die Schweinegrippe-Krise meistern, wie sie jede echte oder vermeintliche Krisensituation meistern: Mit Hysterie und überzogenen Maßnahmen. Doch mitten in die Frage, ob denn der Impfstoff auch für alle reicht und ob sich die oberen Zehntausend bei Behörden und Verwaltung mit einem Impfstoff erster Klasse versorgt haben, mischt sich das „Europäische Institut für Seuchenbekämpfung“.
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Telekom Telefonterror Ⅱ

Okt 23rd, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Ich schrieb ja schon über den Telefonterror, dem wir seit einigen Tagen ausgesetzt sind. Immer wieder rief ein Callcenter der Telekom mit der Nummer 08003009915 hier bei uns an. Entweder legte der Anrufer gleich wieder auf oder wenn ich es mal schaffte, schnell genug am Telefon zu sein, wollte man immer nur meine Frau als Anschlussinhaberin sprechen. (weiterlesen…)



Telekom Telefonterror 08003009915

Okt 22nd, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Seit nunmehr drei Tagen rufen hier „Kundenberater“ von der Telekom an und wollen den Anschlussinhaber sprechen. Das ist seit Ewigkeiten meine Frau, sie hat diesen Anschluss mit in die Ehe gebracht. Aber nun kümmert sich meine Frau, wie das in vielen Familien so ist, nicht um die Belange der modernen Telekommunikation, außer daß sie das Telefon sehr ausgiebig benutzt. Wenn sie mal da ist. Denn meine Frau ist viel beschäftigt und sehr viel unterwegs. Morgens früh verlässt sie das Haus und kommt erst spät wieder heim.
Schlechte Karten also für die „Kundenberater“, meine Frau einmal persönlich zu erreichen. Nun ist das aber so, daß ich bei der Telekom als Ansprechpartner registriert bin und daher immer so eine geheime Frage beantworten muß, wenn es was zu regeln gibt und ich mal mit denen sprechen muß. (weiterlesen…)



So verarscht man Kinder – Abzocke mit Intelligenzgrad

Okt 15th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Was bitte ist überhaupt ein Intelligenzgrad? Bekannter ist da schon der IQ, der Intelligenzquotient, aber den Grad der Intelligenz eines Menschen im Internet mit ein paar simplen Fragen zu messen, das ist schon ziemlich verwegen. Mit der Frage „Was ist Dein Intelligenzgrad“ und einem für die Diagnostik einer Rot-Grün-Blindheit gedachten Zahlenbildes werden vor allem Unbedarfte und Kinder auf die Seiten des „IQ-Test“ gelockt. (weiterlesen…)



Betrüger reinigen Dachrinnen

Okt 10th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Mit einer nicht ganz neuen Masche, die aber viele doch nicht kennen, sind derzeit betrügerische Firmen in Süddeutschland unterwegs. Sie klingeln unvermittelt an der Haustüre von Einfamilienhäusern und bieten für kleines Geld an, mal eben die Dachrinnen vom Lauf zu reinigen: „Das sollten Sie dringend machen lassen, sonst verstopfen die total und hinterher haben sie den Ärger. Es kostet auch bloß 40 Euro, wir machen das eben.“ (weiterlesen…)



Kaffeefahrten – eine trügerische Falle

Okt 2nd, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Ganz aktuell warnt die Mannheimer Polizei wieder vor Werbeverkaufsveranstaltungen, den so genannten Kaffeefahrten. Erst vor wenigen Tagen wieder (am 18.08.2009 und am 02.09.2009) lud ein Unternehmer reise‑ und erlebnislustige Rentner aus Mannheim zu einer angeblichen Kaffeefahrt nach Mannheim-Wohlgelegen ein. In diesem Stadtteil befinden sich das Berufsfortbildungszentrum, der Mannheimer Morgen, das Rhein-Neckar-Fernsehen und zahlreiche andere namhafte Firmen. Ein „schöner Tag der offenen Tür“ sollte es werden und die Werbebriefsendung verhieß auch noch einen „großen XXL-Feinkostkorb mit Weintrauben, Markenbutter, Kartoffeln, Schwarzwälder Nuss-Schinken  – sofort zum Mitnehmen“. Doch es kam anders: (weiterlesen…)



Gefährliche Schadsoftware mit Patrick Swayze

Okt 1st, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Wie buerger-cert mitteilt, nutzen Kriminelle derzeit den Tod des amerikanischen Schauspielers Patrick Swayze zur Verbreitung von Scareware aus. Wer derzeit z.B. bei Google nach Informationen über Leben oder Ableben des beliebten Schauspielers sucht, bekommt unter anderem auch möglicherweise ein Suchergebnis angezeigt, das unter anderem Links zu „News Reports“ enthält. „News Reports“ klingt informationsträchtig und so landen nicht wenige auf diesen Seiten. Dort lauert allerdings die Gefahr: (weiterlesen…)



Abzocke mit Handy-Gewinn

Sep 26th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Ganz harmlos fängt es an. In einem kleinen Werbekästchen auf irgendeiner Homepage kann man mit der Maus statt auf den „laufenden Keiler“ auf hin‑ und herfahrende Handys „schießen“. „Schieße 5 Handys ab!“, lautet die harmlose Aufforderung und man denkt an ein unverbindliches kleines Spielchen. Päng, päng, päng… REINGEFALLEN! (weiterlesen…)



Nachbartest: Dubiose Warnungen, dubiose Seite

Jul 4th, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Egal wo Du wohnst, Nachbarn hast Du immer!
Ein Spruch voller Weisheit, der einem vor Augen halten soll, daß es manchmal gar nichts hilft, selbst wenn man wegziehen würde. Aber es kann natürlich auch anders sein, wenn die Nachbarschaft entsprechend mies ist.
Aber wer weiß schon tatsächlich irgendetwas über seine Nachbarn? Wir zum Beispiel wissen so gut wie nichts über diese Leute und von den meisten kennen wir nicht einmal ihren Namen. Gut, die Leute, die die Häuer direkt neben uns bewohnen, die paar mit denen schon mal häufiger gesprochen hat… von denen weiß man das vielleicht, von allen anderen nicht. Für uns haben wir einen familieninternen Kodex entwickelt und betitel die Leute nach ihrem Aussehen und ihrer Verhaltensweise. So heißt der eine nur „der Grieche“ weil er ein wenig aussieht wie man sich einen Griechen vorstellt, ein anderer ist der „Clown mit dem Hütchen“ und wieder ein anderer heißt bei uns und den Kindern nur „der Rotnasige“.

Mehr als das unbedingt Nötige wissen wir aber über unsere Nachbarschaft nicht und ehrlich gesagt, es interessiert uns auch nicht.
Mich würde es auch nicht interessieren, wenn da einer vorbestraft wäre oder beim Sex nur dann Lust empfindet, wenn er sich vorher in Taubenmist gewälzt hat.

Sicher, es mag da Leute geben, bei denen das anders ist, die gerne mehr über ihre Nachbarn wüßten. Vor allem interessiert viele, ob jemand in ihrer Nachbarschaft vorbestraft ist und ob von ihm möglicherweise eine gesteigerte Gefährdung ausgehen könnte. Nun gibt es aber ein Portal im Internet, das seinen Nutzern verspricht, Auskunft über Vorstrafen in der Nachbarschaft und über die Nachbarn überhaupt zu geben. Welche Rechte der Betroffenen dabei verletzt werden, das steht zunächst mal auf einem völlig anderen Blatt.
Unter nachbartest.de, nachbarstest.de und ähnlichen Domains agieren da Geschäftsleute die dem Interessierten kostenpflichtige Abos verkaufen wollen. Von 5 Euro pro Monat, zahlbar für ein ganzes Jahr, soll da die Rede sein.

Daß eine solche Seite grundsätzlich bedenklich, ja sogar verwerflich ist, muß meiner Meinung nach gar nicht erst diskutiert werden. Daß die Seitenbetreiber aber offensichtlich mit unlauteren Mitteln vorgehen, das ist dann doch einen Bericht hier wert.

Auf verschiedenen Seiten wird inzwischen heftig vor nachbarstest… gewarnt.
Dort berichten Betroffene zum Beispiel dieses:

Der Trick: Es wird für eine Gratis-Mitgliedschaft geworben, die ohne Kündigung nach 14 Tagen in ein Abo gewandelt wird für 60 Euro Jahresbeitrag. …
Internet Abzocke nachbartest.de!!!!!
Hallo alle zusammen!

Vorsicht vor nachbartest.de
Man bekommt eine Mail mit dem Inhalt:
Hallo XXXX!
Bei NachbarsTest.de wurde ein Eintrag zu Ihnen aus
Ihrer Nachbarschaft XXXX verfasst.
Sie als Betroffener sollten diesen Eintrag prüfen und Unstimmigkeiten sofort klären.
Gehen Sie bitte jetzt auf www.nachbarstest.de und prüfen Sie, was Ihre Nachbarn über Ihre Person geschrieben haben.
Ihr Team von
WWW.NACHBARTEST.DE

Es kommt aber noch toller, wie dieser Bildschirmauszug als Zitat beweist:

Das Bild zeigt deutlich: Gibt man in das Suchfeld auf der „nachbartest-Seite“ irgendeinen absoluten Blödsinn ein, werden trotzdem unterschiedliche Anzahlen von „Treffern“ suggeriert!

Auf der einen Seite also versucht man offenbar in Mails den Eindruck zu erwecken, auf dem Portal seien möglicherweise belastende Informationen über einen selbst gespeichert, das macht natürlich neugierig und lockt so manchen in die 60 Euro teure Abofalle. Auf der anderen Seite wird so getan, als läge quasi über jede nur erdenkliche (also auch frei ausgedachte) Adresse irgendeine Information vor. Allein schon die Tatsache, daß man „Donald-Duck-Straße in Dagoberthausen“ eingeben kann und auch noch einen Treffer erhält, sagt eigentlich schon alles.

Beruhigend nur, daß die Seite zu allen Tages‑ und Nachtzeiten selten mehr als „4 Besucher online“ anzeigt.

Mein Fazit: Finger weg!!!



Werfen Sie Ihr Geld zum Fenster raus!

Mai 23rd, 2009 | By Dreibein Peter | Category: Aktuell, Vorsicht Falle

Vollmundiger kann man kaum finanziellen Erfolg versprechen: „Ich habe innerhalb weniger Wochen einen sechsstelligen Betrag verdient!“
„Kaum zu glauben, aber ich wurde nach drei Monaten zum Millionär“ und „Erst seit ein paar Tagen dabei und schon kann ich davon leben.“

- Weltkonzern vergibt Erfolgslizenzen
– Die Lizenz zum Gelddrucken endlich gefunden
 – Finanzriese macht Internetnutzer reich

Das sind nur ein paar der Sprüche, die momentan durch Twitter und Mails verbreitet werden.
Folgt man dann einem der Links, landet man auf einer zunächst etwas verwirrenden Seite, bei der man auf den ersten Blick nicht erkennt, um was es eigentlich geht. Überall blicken einen Fotos glücklich lächelnder Menschen an, die „mit diesem System Erfolg“ gehabt haben wollen. Um was es geht, wie sie ihr Geld gemacht haben, was dort angepriesen wird, Fehlanzeige.
Da muß man sich durch die clever gemachten Folgeseiten klicken und wird während dieser Tour von immer neuen Erfolgsstories begleitet.

Um was geht es wirklich?

Bei den meisten dieser Angebote, unter anderem „freedom.ws“, wird es sich wohl um eine besondere Form des Multilevel-Marketings bzw. des Schneeballsystems handeln.
Zwar werden scheinbar Webseiten, Domains und „Businesscards“ angeboten, doch wird das unter Fachleuten zum Teil allenfalls als Blenderware angesehen, die nur dazu dient, um vor der Hand überhaupt irgendeinen handelbaren Artikel zu haben und nicht sogleich durch das Fehlen einer Ware als aufgeblasenes Scheingeschäft aufzufliegen.

Das Prinzip ist immer das selbe: Möglichst viele Menschen sollen einen Betrag einzahlen und nunmehr selbst wiederum möglichst viele Menschen finden, die ebenfalls einen Betrag bezahlen wovon man selbst dann eine Provision erhält. Das soll binnen kürzester Zeit zu großem Wohlstand führen.

Insbesondere bei „freedom.ws“ scheint es sich um eine Kombination auf Affiliate‑ und Multilevel-Marketing-Programm zu handeln. Es handelt sich nicht um Betrug, aber man wird auf Dauer kein Geld damit verdienen können. Angeboten werden hier in erster Linie Hosting-Pakete, die etwa halb soviel wert sind wie vergleichbare Angebote bei anderen Anbietern, aber doppelt soviel kosten. Wie es aussieht wird als einzige verfügbare Endung „.ws“ angeboten, was für West-Samoa steht, nicht unbedingt eine Domainerweiterung, die man sich wirklich für ein erfolgreiches Geschäft wünscht.
Zunächst einmal erscheint es verlockend, für einen überschaubaren Betrag eine Domain zu buchen und dann am Programm teilnehmen zu können. Jeder der sich nun auf die eigene Empfehlung hin ebenfalls dort anmeldet und einbezahlt, bringt einem Provisionen. Um aber wirklich die in Aussicht gestellten 5stelligen Beträge pro Woche verdienen zu können, muß man schon Tausende von Nachfolgern in der Pyramidenkette anwerben. Und da stellt sich die Frage, wieviele Leute man mit einer solchen Idee erreichen kann, wer überhaupt bereit ist, so eine Dienstleistung zu kaufen und ob man tatsächlich langfristig genügend Menschen unter sich im System ansiedeln kann, die regelmäßig einbezahlen.
Denn auch diese Leute wollen ja verdienen und müssen nunmehr ebenfalls Hunderte ja möglichst Tausende anwerben, damit genügend Geld von unten nach oben fließt.

Das Problem, das all diesen Systemen gemein ist, liegt darin begründet, daß keine einzigartigen oder besonderen Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden, die man nicht auf überall sonst für wesentlich weniger Geld bekommen könnte. Deshalb wird es zunehmend schwerer für den einzelnen Vertriebspartner neue Kunden zu finden, die Geld für so etwas aufwenden wollen.

Wikipedia schreibt über die verschiedenen Schneeballsysteme:

Herz‑ und Schenkkreise

In Modellen wie Herz‑ oder Schenkkreisen, auch in Abgrenzung zu Pyramidensystemen als Schneeballsysteme bezeichnet, ist die fehlende Nachhaltigkeit des Modells sehr offen. Es werden keine tatsächlich werthaltigen Produkte oder Dienstleistungen angeboten. Neue Teilnehmer müssen eine Beitrittsgebühr an denjenigen zahlen, der sie für den Herzkreis geworben hat. Diesen Betrag behält der Werber zu einem je nach Modell unterschiedlichen Anteil. Die neuen Teilnehmer beginnen jetzt ihrerseits neue Mitglieder zu werben. Wenn sie eine ausreichende Zahl neuer Teilnehmer geworben haben, amortisiert sich ihr eigener Mitgliedschaftsbeitrag, und sie machen Gewinn. Ein frühes Beispiel in Deutschland war die 1746 gegründete Dukatensozietät.

Gut durchdachte Schneeballsysteme wachsen eher langsam und kollabieren entweder durch staatlichen Eingriff oder an verbreitetem Erkenntnisgewinn bei den potenziellen Neukunden. Schneeballsysteme sind in der Regel leicht zu erkennen, so dass Neukunden gewarnt werden können. Es wird im Laufe der Zeit immer schwieriger, neue Mitglieder anzuwerben, die auf das System hereinfallen. Allmählich steigt der Anteil der Mitglieder, die ihre Investition nicht mehr amortisieren können. Das System kollabiert, wenn auch die zuvor erfolgreichen Mitglieder aufgeben und das System wechseln.

Pyramidensysteme

Im Gegensatz dazu werden in Pyramidensystemen Produkte von oben nach unten weitergereicht, dabei kommt es zu einer Preissteigerung. A wirbt B, B muss bei A ein Produkt kaufen (dieses kostet B z. B. 50 Cent mehr als A), B kann dieses Produkt nun weiter verkaufen, oder wirbt C, der das Produkt ab sofort von B bezieht (50 Cent teurer) usw… Dies funktioniert nur bis zu einem bestimmten Preis, danach bricht das System für die untersten zusammen. Das Gefährliche daran ist der Produktfluss von oben nach unten in die Breite, die Weitergabe der Produkte von A nach B zu Ⅽ und die Veränderung der Preise.

Multi-Level-Marketing

Schwierigkeiten bereitet oft die Abgrenzung von illegalen Schneeballsystemen zu legalem Strukturvertrieb oder Multi-Level-Marketing. Der Übergang ist fließend und teilweise nicht alleine von der Ausgestaltung der Regeln, sondern auch dessen faktischer Umsetzung abhängig. Grundfrage für die Abgrenzung ist: Würde der Kunde das angebotene Produkt erwerben, selbst wenn er keine Provision für die Vermittlung von Neukunden erhielte?

Bei einem Schneeballsystem steht regelmäßig die Verdienstmöglichkeit für die Anwerbung von Neukunden im Vordergrund. Dies zeigt sich bereits bei der Ansprache: Bei Schneeballsystemen wird mit Verdienstmöglichkeiten statt mit Konsumprodukten geworben. Bei zulässigem Multi-Level-Marketing wird das Produkt hauptsächlich an Verbraucher vertrieben, die nicht gleichzeitig Teil des Vertriebssystems werden.

Indizien für ein illegales Schneeballsystem sind:

* Verdienstmöglichkeiten bestehen überwiegend aus den Vorteilen, die für die Anwerbung neuer Mitglieder gewährt werden, dabei wird oft von sog. „passivem Einkommen“ (oder „selbständigem Einkommen“) gesprochen.
* Das vertriebene Produkt ist oft überteuert.
* Die Handelsmarge oder Vertriebsprovision ist für Produkt und Branche ungewöhnlich hoch.
* Es gibt kaum Kunden, die das Produkt zum angebotenen Preis ohne Provisionsaussichten erwerben würden.

In der Schweiz wird in erster Linie auf das Kriterium der Ausschließlichkeit abgestellt (entsprechend dem ersten Kriterium): Wenn eine Amortisation der Eintrittssumme ausschließlich über die Anwerbung neuer Mitglieder möglich ist, handelt es sich um ein Schneeballsystem. Diesfalls hängt die Möglichkeit zu einer Amortisation von der bestehenden Marktsättigung ab, ⅾ. h. das Neumitglied riskiert, bei gesättigtem Markt an der Amortisation zu scheitern, weil nicht mehr ausreichend viele neue Mitglieder gefunden werden können. Darin, dass ein Neumitglied den Sättigungsgrad des Marktes nicht beurteilen kann und damit letztlich bei der Bezahlung seiner Eintrittssumme mit dem Zufall spielt, liegt das „lotterieähnliche Element“, das dem Verbot von Schneeballsystemen zugrunde liegt.

Quelle: Wikipedia, „Schneeballsystem“, Liste der Autoren

Auch wenn diese Systeme auf den ersten Blick verlockend wirken, läuft es doch am Ende immer darauf hinaus, daß ganz oben in der Kette jemand richtig gut verdient, während weiter unten sich Hunderte abrackern, um neue Kunden zu werben. Früher oder später, so zeigt die Erfahrung, bricht jedes dieser Systeme –und sei es durch staatliche Intervention‑ zusammen und alle stehen mit leeren Händen da.